Freitag, 30. Mai 2014

Die Taube - Patrick Süskind

Ich wusste es schon immer, Tauben sind böse!

Seiten: 99

Inhalt: Als ihm die Sache mit der Taube widerfuhr, die seine Existenz von einem Tag zum andern aus den Angeln hob, war Jonathan Noel schon über fünfzig Jahre alt, blickte auf eine wohl zwanzigjährige Zeitspanne von vollkommener Ereignislosigkeit zurück und hätte niemals mehr damit gerechnet, daß ihm Oberhaupt noch irgend etwas anderes Wesentliches würde widerfahren können als dereinst der Tod. Und das war ihm durchaus recht. Denn er mochte Ereignisse nicht, und er haßte geradezu jene, die das innere Gleichgewicht erschütterten und die äußere Lebensordnung durcheinanderbrachten.

Meinung: Jonathan Noel hatte wirklich keine schöne Kindheit, die Eltern wurden ihm weggenommen, sein Onkel hat ihn mit einer Frau, die er nicht kannte und nicht mochte verheiratet und nach kurzer Zeit lief auch sie ihm davon. Nun ist er Anfang 50 und ist seit Jahren Wachmann vor einer Bank,, er fängt pünktlich an, steht vor der Bank, öffnet das Gatter für den Chef, macht Feierabend, geht nach Hause in sein Zimmer und schläft. Morgens schleicht er sich sehr früh zur Toilette damit er nicht im Schlafanzug von seinen Nachbarn gesehen wird. Eines morgens ist es also wieder so weit, er macht sich fertig für die Arbeit, möchte zur Toilette und dann begegnet er ihr, der Taube. Was dann alles passiert kann sich niemand vorstellen. Es war wirklich sehr unterhaltend, ich konnte seine Reaktionen überhaupt nicht nachvollziehen aber war dabei so liebenswürdig.

Fazit: Das Buch ist eine Feiertagslektüre, innerhalb von wenigen Stunden hatte ich das Buch gelesen und fand die Irrungen und Wirrungen sehr unterhaltsam. Auch mochte ich Jonathan wirklich gerne, wie er sich so verunsichern hat lassen von dieser Taube im Gang, und wie er immer wieder versucht sich selbst zu festigen. Herrlich, absolute Empfehlung.

Bewertung: ★  ★    ★

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