Freitag, 12. Oktober 2012

Rückwärts ist kein Weg: Lilli, 14, schwanger - Jana Frey

Noch mehr Jugend, und Drama und Überhaupt ..

Lilli lebt allein mit ihrer Mutter, denn der Vater hat sich noch vor ihrer Geburt aus dem Staub gemacht. Jetzt ist sie vierzehn und überglücklich verliebt in David. Doch dann wird sie ungewollt schwanger.Und damit steht Lilli vor der schwersten Entscheidung, die sie treffen musste: Möchte sie das Baby bekommen? Wird sie die Verantwortung übernehmen können? Niemand kann ihr die Entscheidung abnehmen...


Lilli ist zu Beginn des Buches 13 und sowas von dermaßen altklug das ich schon nach zwei Seiten keine Lust mehr hatte. Der Erzählstil ist in der Ich-Form, also weiß der Leser genau was Lilli denkt und bewegt und ..... nein, das Buch finde ich persönlich einfach schlecht. Am Anfang will Lilli unbedingt ihren Vater treffen, wissen wie er aussieht , ich frage mich warum der Vater dann im Rest vom Buch selten, bis kaum erwähnt wird. Ganz abstrus wird die Vaterkiste dann als Lilli mit einer ihrer besten Freundinnen zu ihm fährt und seine Kamera klaut. Ähm?! Ich dachte erst, ohwei wie geht es denn da jetzt weiter? Ich hatte ein bisschen Angst weiter zu lesen, begründet... er hat sie ihr geschenkt und zahlt sogar seit dem Alimente..wow.

Ihr Vater ist Fotograf, hat in der zwischenzeit eine Frau und zwei Kinder und verschenkt dann einfach mal so, weil seine Tochter sich die Kamera aneignet , genau diese. Ist logisch. Kurz darauf lernt Lilli David kennen. Sie verlieben sich ineinander und ich fand das Buch da wirklich mal ansatzweise schön. Doch dann als Lilli mit David geschlafen hat bekam ich wirklich Zustände, das erste Mal, natürlich ohne Verhütung und Lilli rechtfertigt sich dadurch das sie ja ihre Tage bald wieder bekommen müsste. Mit 13 schon so abgeklärt, ja?  Jeder normale Mensch würde doch dann verhüten, auch 13 jährige , oder? Aber nein , sie schläft noch zweimal ohne Verhütung mit David. Im Urlaub wird ihr dann dauernd schlecht, ihre Brüste ziehen aber das liegt bestimmt am Essen, dem Urlaub und bestimmt nicht daran das sie ungeschützten Sex hatte.

Nun kommt es wie es kommen musste, wir sind bei der Hälfte des Buches und bis jetzt ist noch kein Baby da ( das Buch hat ca 170 Seiten), zumindest wird jetzt mal ein Schwangerschaftstest gemacht. Und tada, schwanger. 

Lilli zieht sich sehr zurück, weint sehr viel, wird von Leuten verspottet, ihre Mutter reagiert mal böse, mal etwas netter. David macht sich auch leicht rar. Man spricht über eine Abtreibung aber Lilli, mal wieder sehr erwachsen, will das Kind unbedingt behalten, weil es ja einen Vater hat, der da ist. Hach ja, wie romantisch. 

Das Kind kommt also und Lilli will es weder anfassen, noch anschauen und überhaupt liebt sie das Kind nicht wirklich.

Der Rest vom Buch ist teilweise sehr hirnrissig, Lilli wird immer sehr erwachsen dargestellt ( wie oft habe ich das wohl erwähnt? Merkt man das ich da leichte Aversionen hege?), lässt aber ihr Baby einfach so in der Wohnung alleine um sich mit Fabio zu treffen.

Fabio war mal in ihrer Klasse vor zig Jahren, ich habe mich immer gefragt ob die Autorin vergessen hat, dass Lilli erst 13/14 ist. Manchmal kam sie auch mit den Monaten durcheinander, dann wird sich noch an den 11. September erinnert an dem die Freundin von Lilli so sehnlichst auf den Anruf ihrer Tante gewartet hatte und deswegen ein Theaterstück zu diesem Thema aufführen will, die Monate und die Jahre, vor allem die Zeitsprünge von Lilli machen das Buch unglaubwürdig.

Und nun was nettes zum Buch, man kann es wirklich gut und flüssig weglesen, der Schreibstil ist super. Mir gefällt lediglich das Handeln mancher Personen nicht, und wer jetzt denkt, so schlecht kann das Buch ja gar nicht sein, kauft es, überzeugt euch selbst :P

1 Kommentar:

  1. Ich habe das Buch vor vielleicht 1,5 Jahren gelesen und ich fand es auch nicht gerade überragend. Es war nett zum Zeitvertreib, aber ich habe schon bessere Bücher gelesen. Es ist eher kindlich geschrieben und schon seit Jahren habe es eine Aversion gegen die Ich-Form.

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